Antwort auf die öffentliche Kritik von Pelosi und Marks

In dem Artikel von Pelosi und Marks, publiziert im Journal of Health Psychology 2019, wurden konkret 32 falsche Behauptungen von Grossarth-Maticek identifiziert. Hier soll nur auf die in Wikipedia zusammengefasste Kritik der Autoren eingegangen werden.

1. Es wird eine ablehnende Kritik über Professor Eysenck verbreitet zu einem Zeitpunkt, wo dieser Wissenschaftler schon viele Jahre tot ist und sich nicht mehr wehren kann. Es wird behauptet, dass Professor Eysenck und Professor Grossarth-Maticek viele Jahre Ergebnisse publiziert haben hinsichtlich eines vermeintlichen Zusammenhanges zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und spezifischen Erkrankungen. https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/1359105318822045?journalCode=hpqa

Richtigstellung: Grossarth-Maticek hat nie behauptet, dass Persönlichkeitsmerkmale Krebs verursachen. Er hat im Gegenteil diese These als erster widerlegt. Nachdem die physischen Risikofaktoren statistisch kontrolliert wurden, zeigten die Persönlichkeitsmerkmale nur noch einen äußerst geringen Zusammenhang mit Krebserkrankungen. Wenn diese aber mit physischen Risikofaktoren gleichzeitig auftreten, dann entstehen erhebliche Synergieeffekte für eine Prognose von unterschiedlichen Krebserkrankungen.

2. In den Artikeln werden die von Grossarth-Maticek erhobenen Daten angezweifelt aufgrund enormer Effektivität der Ergebnisse. Weiter wird behauptet, es gäbe spätere Metastudien, die aufzeigten, dass keine andere Forschungsgruppe Effekte von ähnlicher Größenordnung reproduzieren konnte.

Richtigstellung: Tatsächlich gibt es keine einzige Studie in der Welt, in der Replikationen der Grossarthschen Studien durchgeführt wurden und dies trotz mehrfacher internationaler Aufforderung. Eine objektive Replikationsstudie impliziert, dass die gleiche Methode, die gleichen Messinstrumente in ähnlichem Forschungsdesign durch unabhängige Wissenschaftler eingesetzt werden. Die sehr schwache Studie von Amelang kann keineswegs als Replikationsstudie angesehen werden, da dieser weder die therapeutischen Maßnahmen angewandt hat noch die effektiven Messinstrumente eingesetzt hat. Es gibt Teil-Replikationsstudien, die sich nur auf einige Aspekte der Grossarthschen Forschung beziehen, z. B. die Selbstregulationsfähigkeit. Auch diese zeigten hervorragende Bestätigungen der Ergebnisse der Grossarthschen Studien. Die hohe Effektivität der Ergebnisse der Grossarthschen Studien basiert auf der multikausalen Forschung, die von den Autoren mit keinem Wort erwähnt wird.

3. Anthony J. Pelosi unterstellt Grossarth-Maticek, er hätte die Daten gefälscht oder inkorrekt erhoben.

Richtigstellung: Da Pelosi absolut nicht informiert ist oder die Information wider besseres Wissen verneint, sieht er sich nicht in der Pflicht, die Grossarthsche Methode der Datenerfassung zur Kenntnis zu nehmen. Die generelle Grossarthsche Methode der Datenerfassung ist die prospektive Interventionsstudie mit kontrollierter Datenrelevanz durch Abgabe an mehrere kontrollierende Forschungsinstitute, noch bevor die Ergebnisse vorliegen. Mit dieser Methode ist eine Datenfälschung vollkommen ausgeschlossen.

4. Der Artikel endet mit einem Aufruf des Editors David Marks, die Veröffentlichungen von Grossarth-Maticek und Eysenck zu korrigieren oder aus der Literatur zurückzuziehen, um zu verhindern, dass diese weiterhin zitiert und beispielsweise als Grundlagen für Therapien gebraucht werden. Marks hat sich die Meinung von Pelosi zu eigen gemacht und den Präsidenten des Kings College London sowie die British Psychological Society aufgerufen, sich dafür einzusetzen, dass zahlreiche Veröffentlichungen von Grossarth und Eysenck korrigiert bzw. zurückgezogen werden.

Antwort: Hier soll die neue multikausale Forschungsrichtung, die tatsächlich höhere Effekte als die monokausale Psychologie erzeugt, von zwei Personen, die wider besseres Wissen mit keinem Wort die Methode, theoretische Grundlagen und kontextabhängigen Ergebnisse erwähnen, aus der internationalen Diskussion und Kooperation zurückgezogen werden. Dabei werden systematisch Unwahrheiten verbreitet in dem Bewusstsein, großen Schaden für die neue Forschungsrichtung zu erzeugen. Da beide Autoren die umfangreiche Literatur von Grossarth und Eysenck zitieren haben sie ausreichend Kenntnisse über die Methode der Datenerfassung und die einzelnen Forschungsergebnisse, sodass die Forderungen und Kritiken tatsächlich wider besseres Wissen aufgestellt werden.

5. Es wird weiter behauptet, dass Eysenck seine Forschungsarbeiten teilweise durch die Tabakindustrie finanziert hat, sodass ihm unterstellt wird, ein Interesse zu haben, um eine Assoziation zwischen Persönlichkeit und Krebsleiden zu zeigen.

Richtigstellung: Professor Eysenck hat nie von der Tabakindustrie Geld bekommen. Die Arbeiten von Grossarth und Eysenck haben sich durchweg auf die Darstellung von psychophysischen Wechselwirkungen und Synergieeffekten bei der Entstehung chronischer Erkrankungen konzentriert. Da diese Tatsache in allen international publizierten empirischen Studien nachweisbar ist, sind die Behauptungen von Pelosi und Marks unwahr und werden wider besseres Wissen erhoben.

6. Grossarth-Maticek wird in den Artikeln als ein Mitarbeiter dargestellt, den Eysenck über viele Jahre manipuliert und unfair behandelt habe. Dabei wird Grossarth als eine untrainierte und isolierte Person dargestellt.

Richtigstellung: In der Zusammenarbeit von Professor Eysenck und Professor Grossarth-Maticek gab es ein äußerst faires, autonomes und wissenschaftlich korrektes Verhältnis. Professor Eysenck repräsentierte die klassische empirische Psychologie, Grossarth-Maticek die kreative, multikausale Konzeption. Dadurch wurde weltweites Interesse hervorgerufen aber auch, von einigen wenigen, eine radikale Abweisung. Grossarth-Maticek hat neben Professor Eysenck mit 36 weltweit bekannten Fachspezialisten gemeinsam geforscht und publiziert. Alleine in Heidelberg waren 10 Universitätsinstitute mit ihren Repräsentanten beteiligt. Es liegen über 30 Gutachten von Professoren vor, die aktiv an den Kooperationen beteiligt waren. Diese Tatsachen sind Pelosi und Marks bekannt, da sie die Grossarthsche Literatur zur Kenntnis genommen haben, sodass sie sich nicht auf ungenügende Informationen berufen können.

Rechtliche Konsequenzen

Pelosi und Marks haben in ihren Aktionen großes internationales Interesse geweckt. In einem Brief an Grossarth lobt sich Marks: “There ist significant interest concerning the Eysenck Affair with more than 3000 downloads of Dr. Pelosi’s paper in just 10 days. There habe also been several blog posts.”
In unserem Forschungsprogramm haben wir keine Juristen, sodass die ersten juristi¬schen Bewertungen durch eine Biologin aus dem Forschungsprogramm erfolgte. Jetzt werden Fachjuristen Stellung beziehen, unter anderem zu folgenden Punkten:

1. Verstoß gegen StGB § 186 Üble Nachrede

2. Verstoß gegen StGB § 189 Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener
Die Darstellung des Verhältnisses zwischen Prof. Eysenck und Professor Grossarth-Maticek stellt eine schwerste üble Nachrede und Verunglimpfung des Andenkens an Prof. Eysenck dar.

3. Verstoß gegen StGB § 164 Falsche Verdächtigung.
In den Artikeln werden Vermutungen und Verdächtigungen ausgesprochen ohne konkrete Beweise.

4. Verstoß gegen StGB § 111 öffentliche Aufforderung zu Straftaten
Die Autoren fordern öffentlich Organisationen auf, die Arbeiten von Eysenck und Grossarth zurückzuziehen und somit extrem zu entwerten. Somit fordern sie zu einer rechtswidrigen Tat auf, weil sie keine Beweise vorlegen, z. B. dass die hohen Effekte durch Datenmanipulation entstanden sind.